Lektorat Mauspfad. Fundsachen, Stilblüten aus dem Alltag einer Lektorin.


Christel Baumgart M. A.

Mitglied im Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren VFLL

Lektorat Mauspfad. Fundsachen, Stilblüten aus dem Alltag einer Lektorin.

    Lektorat Mauspfad
    Christel Baumgart
    Auf der Bitze 3
    53604 Bad Honnef
    Tel. 02224 9671140


Ihre Texte werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Lektorat Wissenschaftslektorat Korrektorat Werbelektorat Transkription Stilblüten Fehler Roman Krimi Sachbuch Fachbuch Dissertation Diplomarbeit Magisterarbeit Masterthesis Layout Formatierung Rechtschreibung Zeichensetzung Grammatik Coaching ...

Fehler machen wir alle. Die ich hier vorstellen will, sind mir im Laufe der Jahre in Manuskripten begegnet. Ich habe sie da rausgeworfen, fände es aber viel zu schade, wenn sie in Vergessenheit gerieten. Daher habe ich mich entschlossen, die schönsten sprachlichen „Danebengriffe“ hier auf dieser Seite lebendig zu halten. Ergänzungen folgen von Zeit zu Zeit.

Angefangen bei der Kleidung, die von Jahr zu Jahr um eine Konfessionsgröße größer wird, …
(Zu welcher Religion mag das führen?)

Susi war eingeschweißter Single.
(Die Arme! Andererseites, wenn man darüber nachdenkt: Ist ein „eingefleischter“ Single wirklich viel besser dran?)

Sie war die Perfektion in Form der Hausfrau.
(Vermutlich eher andersherum)

Ich hörte hinter mir, wie die ältere Dame die Luft anhielt und mich mit großen Augen ansah.
(Wie nennt man doch gleich dieses Phänomen, wenn jemand am Hinterkopf Augen hat?)

Am Abend lockte ich mich wieder in den Chat ein.
(Vermutlich um auch andere dorthin zu „locken“)

Beim Betreten des Raumes schoss mir der Geruch von Schweiz in die Nase.
(Wir befinden uns in einem Fitnesscenter und das hier war kein Flüchtigkeitsfehler, wie der folgende Satz beweist:)

Der Schweiz lief mir von der Stirn.
(dieselbe Autorin, einige Sätze später)

(Wortlaut aus einem Vertrag:)
Leihen wir Ihnen bis zum xx.xx.xxxx eine Kindergrippe aus.
Da lehnt man doch besser schnell ab!

Für die niedere Stellung der Frau sind jedoch nicht nur Männer zuständig.
(Beruhigt einen das? Wer mag das noch zu verantworten haben?)

[Szene: Die Mutter gibt ihrem Säugling die Brust:] Die Mutter wirkt erschöpft. Kein Wunder bei dem Zug, den der Junge hat. Hoffentlich wird der später mal kein Säufer! Die Hebamme löst die Mutter ab.
(Beim Säugen?)

Um diese mangelnden Arbeitskräfte zu decken, wurde daher eine Anwerbungsvereinbarung abgeschlossen.
(Hoffentlich konnten die „mangelnden Arbeitskräfte“ Einfluss nehmen auf die zu ihrer Deckung anzuwerbenden Kräfte.)